Hochstehende Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen

Worauf die Züge rollen, insbesondere mit und ohne Mittelschleifer zugleich
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Trainspotters

Hochstehende Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen

Beitrag von Trainspotters » 18 Sep 2010 02:25

[Die Diskussion um Betriebsprobleme an den Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen habe ich von *hier* abgetrennt]
Hannes hat geschrieben:
Rolf hat geschrieben:Ursächlich lassen sich aber nicht die Wagen dafür verantwortlich machen, sondern die Kombination von Bügelkupplung und C-Gleis-Weiche mit Flos neuester Rollmaterial-Erwerbung, einer Siemens ES 64 Dispolok in Diensten der SBB Cargo.
Irgendwie scheint die Weiche eine Problemweiche zu sein, meine beiden Roco-Tauri sind mit ihren Schneeräumern auch schon hängengeblieben. Das Problem ließ sich beim Haydn noch durch vorsichtiges Hochbiegen wieder beheben, beim Mozart ist jetzt allerdings ein Räumer hinüber, beim anderen fehlen schon die Enden des Räumers. Das Problem hätte ich in den letzten 4 Jahren noch nicht bemerkt, aber mit genügend Tempo gibt es wohl kein Hängenbleiben mit Stehenbleiben sondern nur eines mit Beschädigungen.
In Velbert I ist mir eine C-Gleisweiche aufgefallen, an der eine Roco 111 sogar mit dem Getriebedeckel hängengeblieben ist. Es war eine Linksweiche.

Damals habe ich einfach nur die Lok abgegleist. Aber da ich sonst nichts gehört habe, dem keine weitere Beachtung geschenkt.

Wie dem auch sei. Hier ist wieder eine Linksweiche im Spiel und ich habe die Vermutung, daß da die Pukos nicht in der Toleranz sind und minimal zu hoch stehen.

Auch die Problematik, daß alte Märklinloks mit Vor- und Nachlaufachsen im Weichenbereich Kurzschlüsse verursachen, ist wohl nun entschlüsselt. Auch hier geht es um Fertigungstoleranzen, der Pukos im Weichenbereich. Die Pukos stoßen gegen den Vorlaufachsträger, weil sie zu nahe an der Zwischenschiene stehen. Daher tritt dieser Fehler nicht an allen schlanken C-Gleisweichen auf, sondern nur an vereinzelten. Anscheinend bekommen sie es in Ungarn mit den Fertigungstoleranzen nicht so genau hin, was bei diesem Weichentyp leider fatale Folgen hat.

Wie dem auch sei, werde ich mir diese Weiche in Losheim noch vor dem TB sehr genau ansehen und die Weiche fit machen. Darf einfach nicht sein, daß die Pukoüberhöhung zu solchen Störungen führt. Wenn Loks schon mit dem Getriebedeckel hängen bleiben, stehen die Pukos definitiv zu hoch.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch noch: Bitte jedes Problem, was im Zusammenhang mit den schlanken C-Gleis Weichen steht, hier sofort öffentlich machen!

Die Weichen müssen gegebenenfalls nachgearbeitet werden.

Hier sind jetzt schon bei mindestens fünf Loks Probleme aufgetreten. Peters Dampflok, Hannes Tauri, Flos ES74 und meine 111 laufen nicht einwandfrei über alle Mehrsystem C-Weichen. Das liegt nicht an den Loks, das liegt an dieser Weiche!

Pierre

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Re: Live Ticker Workshop Losheim

Beitrag von Peter Müller » 18 Sep 2010 06:59

Wenn die Pukos etwas höher stehen würden, würden die kurzen Schleifer nicht gegen die Flügelschienen stoßen (aktuell meine Aufgabe beim ICE-3, die ich lösen muss). In sofern handelt es sich hier um einen Kompromiss. Man könnte auch zu dem Ergebnis kommen, die Fertigungstoleranz des Getriebedeckels ist überschritten. Aber woran ich mich jetzt nicht erinnere, was war mit meiner Dampflok?

Alte Märklin-Waggons schlagen auf den schlanken Weichen ebenfalls Funken. Grund habe ich noch nicht erforscht, steht eventuell im Zusammenhang mit dem Radsatz-Innenmaß.

Bei jeder Veränderung der Weiche bitte daran denken, dass sie so wie sie ist hunderten anderer Fahrzeuge gerade gut genug ist. Deshalb handele ich hier zuhause nach dem Lösungsansatz, lieber zuerst die Fahrzeuge bearbeiten. Ich kenne nämlich nicht die Toleranzgrenze und weiß nicht, bis wohin ich die Pukos bearbeiten dürfte. Außerdem gehe ich davon aus, dass die Ungarn einen guten Job machen.
Grüße, Peter


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Re: Hochstehende Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen

Beitrag von Trainspotters » 18 Sep 2010 12:35

Peter, aufgefallen ist mir das mit den Pukos, als die alte 18.4 von Eric auf einer meiner schlanken Weichen ständig Kurzschlüsse machte und auf der zweiten Weiche nicht.

Die Dampflok war diese hier:
http://teppichbahning.foren-city.de/top ... achen.html (6. Beitrag dieser Seite). Leider ist der Film nicht mehr abrufbar (404).

Ein Kleiner Schraubenzieher, mit dem ich die Pukos seitlich ca. 0,5 mm von der Zwischenschiene weggedrückt habe, löste dieses Problem. Sie hatten den Rahmen der Vorlaufachse berührt.

Das Problem mit dem Getriebedeckel, trat bei meiner 111 nur bei dieser einen schlanken Weiche auf. Ein Puko steht um vielleicht zwei Zehntel mm zu hoch. Alle andren schlanken C-Gleis Weichen hat die Lok anstandslos überfahren.

Pierre
Zuletzt geändert von Trainspotters am 18 Sep 2010 12:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hochstehende Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen

Beitrag von Peter Müller » 18 Sep 2010 12:59

Die Dampflok ist Geschichte, via eBay von uns gegangen ... die alten Blechwagen übrigens auch. Problem war so weit ich mich entsinnen kann zu tief hängende Relex-Kupplungen. Die Sache mit den Radsätzen und seitlichen Berührungen wären vielleicht aufgefallen, wenn die Kupplungsfrage gelöst worden wäre. Aktuell haben wir noch alte Güterwagen, die an den schlanken Weichen Funken schlagen, und die kurzen Schleifer unter den Steuerwagen (und ganz neu unter dem Piko-ICE-3).

Ich wollte nur zur Vorsicht mahnen. Nicht, dass durch das Lösen eines Problems mehrere neue entstehen.
Grüße, Peter


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Re: Hochstehende Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen

Beitrag von Peter Müller » 18 Sep 2010 14:45

Trainspotters hat geschrieben:Die Dampflok war diese hier:
http://teppichbahning.foren-city.de/top ... achen.html (6. Beitrag dieser Seite). Leider ist der Film nicht mehr abrufbar (404).
Falsch verlinkt, eigentlich war der nie abrufbar. Ist aber jetzt repariert.
Grüße, Peter


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Re: Hochstehende Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen

Beitrag von Ehemaliger Benutzer » 18 Sep 2010 16:18

Das Problem bei Flos Lok lag vor allem an der Bügelkupplung. Und das lässt sich insofern grundsätzlich beheben, indem Loks ganz einfach keine Bügelkupplungen mehr haben dürfen.

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Re: Hochstehende Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen

Beitrag von Peter Müller » 18 Sep 2010 16:49

Rolf hat geschrieben:Und das lässt sich insofern grundsätzlich beheben, indem Loks ganz einfach keine Bügelkupplungen mehr haben dürfen.
Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Es gibt auch Bügelkupplungen, die nicht an die Pukos stoßen.
Grüße, Peter


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Re: Hochstehende Pukos der schlanken C-Gleis-Weichen

Beitrag von Trainspotters » 18 Sep 2010 20:01

Was für ein Unsinn! Die Bügelkupplung ist das älteste Kupplungssystem, daß H0 zu bieten hat und ziemlich ausgereift. Wenn es nicht inzwischen die Forderung nach biegesteifen Kupplungssystemen geben würde, wäre sie wohl immer noch Standard. Wenn wir diese Kupplung verbieten, können wir unser "offen für Alle" gleich mit entsorgen.

Wenn die Bügelkupplung an den Pukos hängen bleibt, hängt die Kupplung ganz einfach zu tief. Statt also auf die Kupplung zu schimpfen, würde ich einmal nachmessen, ob die Kupplungsaufnahme auch entsprechend der NEM befestigt ist oder ob diese schlicht hängt. Wäre nicht die erste Roco-Lok, die ich gesehen habe, bei der das so ist.

Auch bleibt die Bügelkupplung allenfalls mit dem Entkupplungsstift hängen. Dieser ist dann halt einfach entsprechend zu kürzen, sollte er zu lang geraten sein. In der Regel reicht es schon, ihn dafür etwas nach vorne zu biegen.

Zur Weiche. Ich will nicht alle Weichen überarbeiten, denn sie funktionieren in der Regel einwandfrei. Ich will nur diese eine Weiche auf Abnormalitäten prüfen, und falls ich etwas feststellen sollte, dieses reparieren. Das wird also kein Umbau, sondern eine Reparatur.

Insofern gebe ich Peter Recht, daß man zunächst immer bei den Fahrzeugen schauen sollte. Wenn es aber immer wieder ein und die selbe Weiche ist, an der verschiedene Loks hängen bleiben, dann kann die Ursache dafür nur an der Weiche selbst liegen. Sonst würden diese Probleme ja an allen anderen schlanken C-Gleisweichen ebenso auftreten.

Pierre

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