Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Auswahl, Verpackung, Transport, Einsatz, technische Fragen zu den Fahrzeugen
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Peter Müller
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Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Peter Müller » 20 Mai 2012 21:46

Beim letzten Teppichbahn-Treffen (Möhnesee I) stießen wir, nachdem wir die Herausforderungen der unterschiedlichen Rad-Schiene-Systeme einiger Maßen gemeistert hatten, auf die nächste Problem-Ebene: unterschiedliche Kupplungen.

Wobei das möglicher Weise nur ein Organisationsproblem ist, denn ich hätte über 70 Roco-Universalkupplungen ausleihen können, so viele hatte ich im Reserve-Bestand (wenn ein 50er-Paket zur Neige geht, hole ich ein neues). Mir ist dieses Problem nur allmählich bewusst geworden. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, wer denn tauschen muss/soll bzw. überhaupt kann, ohne neue Betriebsstörungen zu produzieren.

Ich hätte da gerne eine Bestandsaufnahme und ein Meinungsbild zu.


Mein Standpunkt ist: um Zieh- und Schiebebetrieb machen zu können, müssen Kurz- oder Universalkupplungen verbaut werden. Wir haben uns hier zuhause zur Roco Universalkupplung überall da entschieden, wo ein NEM-Schacht ist. Alle anderen Fahrzeuge haben entweder Märklin-Kurzkupplungen oder Märklin Relex-Kupplungen. Nur innerhalb fester Zugverbände findet man individuelle Triebwagen-Kupplungen oder Tams/Viessmann elektrische Kupplungen (wie Fleischmann Profikupplung). Bügelkupplungen habe ich bis auf ein paar kleine zweiachsige Güterwagen verbannt, weil man damit die Züge nur selten ohne Entgleisung über die Weichenstraßen schieben kann.
Grüße, Peter


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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Handschuh » 22 Mai 2012 16:50

Ich dachte die Rocouniversalkupplung hätte sich schon mehr oder weniger als (geplanter) Standart etabliert.
Also ich bin auf jedenfall dabei mein Material darauf umzurüsten.

Desweiteren ist die Umrüstung aller Lokomotiven auf NEM-Schacht geplant.

Natürlich bleiben auch bei mir Ausnahmen, wie du sie ja schon erwähnt hast...
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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Flo K » 22 Mai 2012 19:43

Gut bewährt hat sich die Kombination Märklin Kurzkupplungen an den Loks (so sind sie 100% kompatibel zu den Bügelkupplungen) und die Roco Universalkupplung die den Zügen.

Grüße

Flo
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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Peter Müller » 23 Mai 2012 20:30

Handschuh hat geschrieben:Ich dachte die Rocouniversalkupplung hätte sich schon mehr oder weniger als (geplanter) Standart etabliert.
Nicht weltweit, nur in unserem Dunstkreis ;). Die Alternative Märklin-Kurzkupplungen beispielsweise funktioniert nicht so ohne weiteres bei langen Nicht-Märklin-Fahrzeugen. Während Möhnesee I hatte ich nach ärgerlichen Zugtrennungen an den End-Reisezugwagen des TEE-Zuges die Roco-Universalkupplungen gegen Märklin-Kurzkupplungen ausgetauscht, weil die sich nicht von den Bügelkupplungen trennen. Ich musste die Puffer abziehen, damit sich die Kupplungen nicht darunter verhaken.
Grüße, Peter


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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Tobias83 » 23 Mai 2012 20:40

Hallo zuammen!

Schön dass das Kupplungsthema hier so schnell aufgegriffen wurde. Die Roco-Universalkupplung ist ja gut und schön, nur hat sie einen entscheidenden Nachteil. Alle mit einer Lok, die mit digital schaltbaren Kupplungen ausgerüstet ist, laufen immer Gefahr, das die Züge sich beim Rangieren trennen. Ich weiß ja nicht wer bei Roco diese umwerfende Idee hatte eine Kupplung zu entwickeln, die auf einer Seite offen ist, aber der größte Wurf ist die Kupplung in dieser Hinsicht nicht. Nicht das man mich jetzt falsch versteht, ich verteufel diese Kupplung nicht, aber dieses Problem sollte schon mit diskutiert werden, da die Bahnhöfe die Tendenz zum wachsen haben und die Steuerung immer mehr zentralisiert wird. Dadurch wächst auch der Bestand an solchen Rangierloks, sie sind einfach bequemer und praktischer.

Vielleicht kann hier ja jemand mal seine Erfahrungen zum besten geben wie es sich mit den Digitalkupplungen und der Roco-Universalkupplung verhält. Ich habe da bisher zweigeteile Erfahrungen gemacht. Mal geht es problemlos, mal verliert man den letzten Nerv, weil man alle 20cm den Zug wieder der Lok hinterherschieben kann.

Ich bin generell in der Frage der Kupplungen für alles offen, desweiteren bin ich mir auch bewusst, das zum Beispiel die Märklin Kurzkupplung zu hoch gebaut ist und bei vielen Wagen für Probleme bei den Puffern sorgt. Vor dem Hintergrund dieses Trends zur Rangierlok mit Digitalkupplungen sollte das ganze mal beleuchtet werden, vor allem in Sachen Betriebssicherheit.

Mfg

Tobias

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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Peter Müller » 23 Mai 2012 21:05

Tobias83 hat geschrieben:Vor dem Hintergrund dieses Trends zur Rangierlok mit Digitalkupplungen sollte das ganze mal beleuchtet werden, vor allem in Sachen Betriebssicherheit.
Deshalb habe ich bei uns zuhause die einzige Digitalkupplung, die wir hatten, wieder demontiert. Mit modernen Digital-Kupplungen soll die Betriebssicherheit größer sein - habe ich gehört. Ich habe aber noch keine Erfahrungen sammeln können.

Der halb offene Bügel ist ja der Grund, warum die Roco-Universalkupplung steif und flach kuppelt. Bügelkupplungen kuppeln zwar flach, aber nicht steif. Märklin Kurzkupplungen kuppeln zwar steif, aber zu hoch. Einen von drei möglichen Toden muss man sterben: nicht steif, nicht flach oder ungewollte Zugtrennung bei Digital- und Hakenkupplungen.

Bei Möhnesee I ist das Kupplungsproblem aufgepoppt, weil niemand auf dem Schirm hatte, dass sich in zwei verschiedenen Teppichbahn-Universen auch zwei unterschiedliche Standards ausbilden können (Bügelkupplung bei TB-Trainz und Universalkupplung bei TB.org/XXL-TB). Und natürlich, weil so intensiv wie noch nie zuvor Lokwechsel praktiziert wurden (zumindest hatte ich persönlich den Eindruck).

Mein Vorschlag wäre, auf den NEM-Schacht zu setzen und beim nächsten Lokwechsel-TB die Kupplungsfrage vorher abzusprechen. Ein Beispiel für eine Vereinbarung für alle Personenzüge/-Lokomotiven vorne und hinten Roco-Universalkupplungen und bei den Güterzügen Bügelkupplungen. Dann würde man den Austauschaufwand gleichermaßen auf alle Teilnehmer verteilen.
Grüße, Peter


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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Handschuh » 23 Mai 2012 22:13

Ich hätte lieber einen Standart, der sich aus einer Diskussion heraus fest etabliert. Ein ständiges Umrüsten des Rollmaterials steht für mich nicht zur Debatte.

Auf die Märklin-KK habe ich persönlich keinen Bock mehr. Sie hakt, sie verklemmt sich, sie ist kein Stückchen zuverlässiger als die Roco-uni und läßt sich häufig total bescheiden kuppeln.

Ich kann leider bei dem Thema Digitalkupplung/Uni-Kupplung nicht mitreden, da mir die Erfahrung fehlt. Allerdings wunderts mich, dass das nicht funktioniert; hatte eigtl gedacht Roco hätte das extra füreinander gebaut...

Was meint ihr eigentlich mit Bügelkupplung? Reden wir hier von einer KK?
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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Peter Müller » 23 Mai 2012 22:17

Handschuh hat geschrieben:Was meint ihr eigentlich mit Bügelkupplung? Reden wir hier von einer KK?
Nein.

Die Bügelkupplung ist keine Kurzkupplung. Und viel wichtiger als die verkürzte Verbindung, sie harmoniert nicht mit einer Kurzkupplungskulisse.

Zum Standard: zu einem Teppichbahn-Treffen fährt man einmal oder zweimal im Jahr. Da wäre es vermessen, von den Teilnehmern zu erwarten, sie würden ihr Material auf Teppichbahn-Treffen hin ausrichten. Das eigene Material ist passend zum Erleben des restlichen Jahres und für Teppichbahn-Treffen müssen wir den tragfähigsten Kompromiss ausfindig machen. Der Kompromiss wiederum orientiert sich an der mengenmäßigen Verteilung der Vorlieben, ist also bei wechselnden Teilnehmern nicht für alle Teppichbahn-Treffen gleich.
Grüße, Peter


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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Handschuh » 23 Mai 2012 22:34

wieso harmoniert sie damit nicht?
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Re: Kupplungsfrage bei 2-Leiter-Mittelleiter-Lokwechsel

Beitrag von Peter Müller » 23 Mai 2012 22:38

Handschuh hat geschrieben:wieso harmoniert sie damit nicht?
Weil bei großen Anhängelasten die Kupplung, welche keine starre Verbindung bildet, unmotiviert nach links oder rechts in die Kulisse ausschlagen kann. Genau das gleiche bei Schiebebetrieb. Wer betriebssicher lange Züge mit Bügelkupplungen fahren will, muss die Kurzkupplungskulisse festsetzen.
Grüße, Peter


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