Analoge Loks mitbringen

Anfängerfragen und Alles, was mit Teppichbahn-Technik zu tun hat, aber nicht in die anderen Foren der Kategorie Technik passt
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mobapirat
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Analoge Loks mitbringen

Beitrag von mobapirat » 28 Mai 2012 12:00

Hallo,

kann man eigentlich auch analoge Loks mit zu einer Teppichbahnveranstaltung mitbringen?
Oder laufen nur digitale?
(Diese Frage stelle ich nur rein, damit "Anfänger" gleich eine Antwort haben ;) )
bis dann
Joerg W.

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Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von Peter Müller » 28 Mai 2012 12:17

In manchen, aber nicht in allen teilnehmenden Ländern kann analog gefahren werden. Teilweise bedeutet das einen aufwendigeren Aufbau als wenn nur digital gefahren wird. Es ist zuweilen einfacher, eine analoge Lok vorübergehend mit einem Decoder auszustatten. Kurze und klare Antwort: kommt drauf an ;).

Während Möhnesee I hättest Du auf der Kreisstrecke von Vinceburg analog fahren können, wenn Du vorher Bescheid gesagt hättest (dann hätte ich Trafo oder Fahrgerät mitgebracht). Während Lüneburg II war kein Analog-Betrieb vorgesehen. Nur mal so als Beispiel. Kassel war traditionel mit Analog-Betrieb, ob das auch für Kassel III gilt, weiß ich nicht.
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Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von Felix » 28 Mai 2012 14:01

Nur kurz angemerkt: In MS1 war ich kurz davor meinen Bahnhof und meinen Anschluss auch umschaltbar auf Analog zu machen. Dann hätte nur ein kleiner Teil von Frechen Analogtauglich sein müssen und schon hättest du in drei Bahnhöfen und auf zwei Strecken analog Loks fahren lassen können.

Fazit: Mitteilen, dass Analogbetrieb gewünscht ist, und es kann eingerichtet werden.
Mfg
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Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von Peter Müller » 28 Mai 2012 15:02

Felix hat geschrieben:Dann hätte nur ein kleiner Teil von Frechen Analogtauglich sein müssen ...
Ähm, nicht ganz. Die Streckengleise nach Frechen waren ausschließlich digital, denn sie konnten via RocRail zwischen 2-Leiter und Mittelleiter geschaltet werden. Wenn man es weit genug im Voraus weiß, kann man es einrichten. Tendenz ist allerdings, alle Blockschaltungen mit Decodern und Relais auszurüsten. Analog fahren wollen bedeutet dann eine erhebliche Beeinträchtigung im Betriebsablauf. Das muss man dann von Fall zu Fall abwägen.
Grüße, Peter


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Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von Felix » 28 Mai 2012 15:12

Natürlich braucht soetwas mehr Planung und mehr Aufwand. Mit Digitalen Umschalt Pulten ist aber ein Analogbetrieb möglich.
Mfg
Felix


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Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von Schimmi » 29 Mai 2012 10:59

Felix hat geschrieben:Nur kurz angemerkt: In MS1 war ich kurz davor meinen Bahnhof und meinen Anschluss auch umschaltbar auf Analog zu machen. Dann hätte nur ein kleiner Teil von Frechen Analogtauglich sein müssen und schon hättest du in drei Bahnhöfen und auf zwei Strecken analog Loks fahren lassen können.

Fazit: Mitteilen, dass Analogbetrieb gewünscht ist, und es kann eingerichtet werden.
Also Platz hätte ich gehabt und dem entsprechende Trafos hatte ich auch dabei.
Peter hat geschrieben:
Felix hat geschrieben:Dann hätte nur ein kleiner Teil von Frechen Analogtauglich sein müssen ...
Ähm, nicht ganz. Die Streckengleise nach Frechen waren ausschließlich digital, denn sie konnten via RocRail zwischen 2-Leiter und Mittelleiter geschaltet werden. Wenn man es weit genug im Voraus weiß, kann man es einrichten. Tendenz ist allerdings, alle Blockschaltungen mit Decodern und Relais auszurüsten. Analog fahren wollen bedeutet dann eine erhebliche Beeinträchtigung im Betriebsablauf. Das muss man dann von Fall zu Fall abwägen.
Sehe ich genau so.
Felix hat geschrieben:Natürlich braucht soetwas mehr Planung und mehr Aufwand. Mit Digitalen Umschalt Pulten ist aber ein Analogbetrieb möglich.
Wenn man genau weiß, wer, was mitbringt (Analog Digital) kann man die Strecke demnach auch Planen und Einrichten.

Trainspotters

Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von Trainspotters » 01 Jun 2012 08:37

Sorry, aber in meinem Bahnhof ist der vollkompatible Mehrsystembetrieb immer möglich. Aufbauzeit für Pierrenbroich: etwa zwei Stunden. Dafür bedarf es natürlich einer guten Vorbereitung des Bahnhofs, damit man sich ewig daran aufhält irgendwelche Strippen zu ziehen. 4 XLR-Stecker in XLR-Buchsen. 4 Sub-D Stecker in Sub-D Buchsen, Trafos/Digitalzentrale anschließen, fertig ist der Bahnhof.

Im Moment wird noch das Gleisbildstellpult eingebaut, analog mit Rückmeldung und Fahrstraßensteuerung. Jetzt mag eingewendet werden, dass das doch Digital viel schneller geht, aber bei guter Vorbereitung sind die paar Strippen schnell gezogen, Klinkenstecker in Klinkenbuchse, Polwendeschalter passend eingestellt, und Betrieb gemacht. Dazu ist das alles sehr einfach zu bedienen und jeder Schalter sauber beschriftet. Am Ende sparen mir die paar Strippen jede Menge Geld, die ich nicht in teure Weichendekoder investieren muss.

Analog zu fahren ist also nicht zwingend aufwändiger zu verwirklichen, es muss nur alles richtig vorbereitet werden. Aber da scheitert es dann oft einfach nur am fehlenden Willen. Denn meine Loks sind ja alle digital und was interessiert mich denn der Krempel anderer Teilnehmer.

Analog geht nicht? Pierrenbroich stellt generell alle vier Betriebsarten zur Verfügung und ist in Windeseile aufgebaut. Derzeit arbeiten wir jedoch daran, den Analogbetrieb zu revolutionieren. Dazu wandert der Digitaldekoder aus der Lok zum Gleisanschluss. Vorteil dieser Sache: Gartenbahndekoder liefern mehr Strom und setzen dem ewigen Nachregelbedarf auf Steigungs- und Gefällestrecken ein Ende. Das Bessere ist halt auch hier der Feind des Guten.

Echte Mehrsystemfähigkeit auf der Anlage ist der Garant dafür, dass kein Teilnehmer zu kurz kommt. Deshalb wird es von mir auch niemals einen Bahnhof geben, der nicht digital- und analogfähig ist. Selbst mein Gleichstrombahnhof ist stets analog und digital befahrbar. Alles Andere schlägt doch potentiellen Teilnehmern praktisch die Türe vor der Nase zu! Verbinden statt spalten ist meine Devise bereits meiner ersten TB Teilnahme, in Lüdenscheid. Es hat sich im Laufe der Jahre stets als richtig erwiesen, mehrsystemfähig zu planen, denn ohne generelle Mehrsystemfähigkeit kann man entweder gleich einen MIST gründen oder einen Roco Club. Jeder für sich, statt alle zusammen - sorry - das ist für mich einfach nur Krampf und purer Egoismus.

Pierre

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Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von Handschuh » 01 Jun 2012 16:10

@ Pierre

Dein Beitrag hat nur wenig bis gar nichts mit der eigentlichen Frage des Thread-Erstellers zu tun und riecht sehr stark nach Selbstbeweihräucherung.

Tatsache ist, dass schon hinreichend die Möglichkeit des Einsatzes von analogen Lokomotiven bei TB-Veranstaltungen dargestellt wurde.
Teppichbahnfreund - Aus Freude am Fahren!

Trainspotters

Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von Trainspotters » 03 Jun 2012 14:53

@ Handschuh:

Wenn Du irgendwann einmal, wie ich schon in Velbert erlebt habe, bei einem TB als Tagesgast erscheinst und Dir dort gesagt wird, dass es nirgendwo eine Möglichkeit gibt, eine analoge Gleichstromlok aufzugleisen, dann wirst Du meinen Beitrag sehr schnell verstehen können.

Denn so selbstverständlich ist der Analogbetrieb hier leider nicht. Während Märklin heute jedoch neu nur noch digital zu bekommen ist, die Zeiten der alten mechanischen Überstromrelais längst vorbei sind und somit nur noch "alte Schätze" analogen Wechselstrom brauchen, ist Gleichstrom analog bis heute immer noch eine häufig benutzte Betriebsart, die auch immer noch neu vermarktet wird.

Von daher kann auf Gleichstrom Analog bei einem TB eigentlich nicht verzichtet werden, selbst wenn sich niemand damit anmeldet. Vergessen werden in diesem Fall nämlich Tagesgäste, die einfach nur mal vorbeischauen wollen und ihren eigenen Zug mitbringen. Nur echte Mehrsystemfähigkeit garantiert, dass diese Leute nicht enttäuscht wieder gehen müssen.

Fakt ist also: Diese Frage ist für jede einzelne TB-Veranstaltung vorab mit dem Organisator des betreffenden TBs zu klären. Einige Organisatoren legen höchsten Wert darauf, daß die uneingeschränkte Mehrsystemfähigkeit immer gegeben ist, andere haben es leider immer noch nicht begriffen, dass genau das die Keimzelle unserer Veranstaltungen ist und verzichten daher schon mal darauf, weil sie es selbst für sich nicht brauchen.

Pierre

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Re: Analoge Loks mitbringen

Beitrag von carsten44339 » 03 Jun 2012 18:14

Trainspotters hat geschrieben: Fakt ist also: Diese Frage ist für jede einzelne TB-Veranstaltung vorab mit dem Organisator des betreffenden TBs zu klären. Einige Organisatoren legen höchsten Wert darauf, daß die uneingeschränkte Mehrsystemfähigkeit immer gegeben ist, andere haben es leider immer noch nicht begriffen, dass genau das die Keimzelle unserer Veranstaltungen ist und verzichten daher schon mal darauf, weil sie es selbst für sich nicht brauchen.
Beispiel Möhnesee:

Wir haben uns anfangs gefragt:

-Könnten Leute mit analogen Loks kommen? - Nein.
-Haben die Bahnhofsbesitzer analoge Loks? - Nein.
-Kann jemand seinen Bahnhof analog beschalten? - Nein.

Damit war das Thema analog auch vergessen.

Analog ist klar am Aussterben, deshalb wird es von mir niemals analoge Technik geben.
Gruß,

Carsten

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