Richtig Löten

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Handschuh
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Richtig Löten

Beitrag von Handschuh » 31 Aug 2011 14:18

So ich bin nicht nur bei euch Grünschnabel, sondern auch beim Thema Löten noch nicht so bewandert.

Hab zwar als 14jährige schon N-Signal-Bausätze von damals noch Völkner zusammengefriemelt,
aber wie genau ich das geschafft weiß ich auch nicht mehr :mrgreen:
Was heutzutage bei meinen Löt-Baustellen rauskommt hat man an der Beleuchtung meines Puma-Steuerwagens gesehen
der fröhlich vor sich hingeblinkt und das Licht umgeschaltet hat :|

Lange Rede kurzer Sinn:
Was muss ne Lötstation können, wie teuer sollte sie dementsprechend sein, was darf sie max. kosten,
hat jemand Beispielangebote für ganz Gute (Ebay, Onlineshops, Conrad etc.)?

Welches Lötzinn nehmt ihr?

verwendet ihr Flussmittel?

Hat jemand einen genialen Halter, irgendwelche Klammern, andere Hilfsmittel die Pflicht oder besonders hilfreich sind?

andere Tipps und Tricks?

Fragen über Fragen... ;) Vielen Dank im voraus!
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The Ghan
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Re: Richtig Löten

Beitrag von The Ghan » 31 Aug 2011 15:19

G´day,
guckst Du hier.
Hier nicht
Den Rest musst Du Dir selber suchen. :mrgreen:

See yaa
See yaa
The Ghan

Ehemaliger Benutzer

Re: Richtig Löten

Beitrag von Ehemaliger Benutzer » 31 Aug 2011 15:21

Bei Tams gibt es auch Tipps.

Guido

Handschuh
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Re: Richtig Löten

Beitrag von Handschuh » 31 Aug 2011 15:32

jo, danke schonmal euch zwo. hab ich ja erstmal was zu lesen.

Eine Frage hat sich beim ersten Check schon ergeben:
Man liest immer wieder, dass von Flußmitteln wegen der Platinen abgeraten wird.

Darf ich es wenigstens zum verzinnen von Litzen verwenden?
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carsten44339
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Re: Richtig Löten

Beitrag von carsten44339 » 31 Aug 2011 15:36

Also ich benutze grundsätzlich kein Flussmittel.
1. Es soll schlecht sein
2. Ich habe so etwas garnicht...
Gruß,

Carsten

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Re: Richtig Löten

Beitrag von Handschuh » 31 Aug 2011 15:40

Ich hab früher Lötfett bei meinem Vater benutzt, aber von jeher nur um Litzen zu verzinnen.
Da ists halt echt perfekt. einfach die Litze ins Fett (bleibt nicht viel haften), Zinn aufn Kolben und kurz an
die Litze gehalten. Einmal abgewischt und fertig.

Wenn da keine Rückstände bleiben, die der Platine schaden würde ich es weiterhin so betreiben.

Wie verzinnst du denn deine Litzen?
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Re: Richtig Löten

Beitrag von Enno » 31 Aug 2011 15:43

Hallo Florian,
wichtiige Informationen zum fachgerechten Löten findest du hier und hier

Im Anhang noch einige Fotos von meiner eigenen Lötausrüstung:


Als Arbeitsunterlage verwende ich ein ebenes Stück Laminat. Damit es nich wegrutscht habe ich zwei kleine Gummifüße drunter geklebt oder auch ein Stück Antirutschmatte mit Doppelklebeband.

Als Lötkolben verwende ich einen ERSA TIP260 (Leistung ca 30 Watt).
Als Arbeitsgeräte sind Pinzetten und eine kleiner Seitenschneider (am besten Merkenware z.B. von Lux, die billigen Zangen lassen nach einiger Zeit im Schnittbild zu wünschen übrig)
Wichtig ist auch ein kleiner Leinenlappen zum Abwischen von Lötzinnresten vom Lötkolben.
Ein Papiertuch von der Haushaltsrolle geht auch, man verbrennt sich aber leichter die Finger, da sehr dünn.
Sehr nützlich ist bei sehr kleinen Abständen (z.B. beim Anlöten von Litzen an Lokdecodern) eine Dritte Hand mit Lupe Ich habe mir dieses Modell gekauft.

Sehr nützlich ist auch eine Wäscheklammer-Dritte-Hand.
Zwei Wäscheklammern vorne gerade absägen und mit Holzleim auf ein Brettchen kleben.
evtl. Noch zwei Leisten drunter, damit man es an der Brettkante einhängen kann und es nicht wegrutscht.

Flußmittel braucht man nicht unbedingt, da es in modernem Elektroniklot enthalten ist.
Du kannst aber, wenn du z.B. größere (Messing)Bleche oder dickere Litzen verlöten willst, säurefreies Kolophonium verwenden.
Auf keinen Fall Lötfett oder Lötwasser (Zink in Salzsäure gelöst) verwenden - dass ist nur bei Arbeiten an Dachrinnen angesagt.

Als letztes Zubehör ist auch Entlötlitze ganz nützlich, wenn man ein Bauteil wieder von der Platine entfernen will oder aus Versehen zu viel Lötzinn auf die Lötstelle gegeben hat.
Als Entlötlitze tut es ein altes diche Stück Lautsprecherkabel aber auch.

Wenn du noch gar keine Erfahrung hast dann am beten ertsmal mit einfachen preiswerten Bauteilen (Leuchtdiode und Vorwiderstand ) üben und wenn das sicher klappt, dann erst sich an das Anschließen von Lokdecodern wagen.

Muffins
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Re: Richtig Löten

Beitrag von Muffins » 02 Sep 2011 02:45

Ich benutze über das oben genannte Zubehör hinaus noch eine Federspannungs-Entlötpumpe mit Teflonspitze.
Klasse zum leersaugen von Platinendurchkontaktierungen.
MfG Ralph
Digitalbahner in N-Spur seit den 90gern. Ständiger Mitspieler bei diversen Teppich- und Tischbahnings:
u.a. Meinerzhagen I, Velbert 4-9, Möhnesee I und II, Kassel 3, Bigge I, Meerbusch, Dortmund - natürlich mit Muffins... :)

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