TB 17 - Velbert II: Diskussion

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Sebastian
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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von Sebastian » 22 Aug 2010 17:08

Wegen Trafo und Brücke: Wie schwer ist denn der Trafo im Vorbild? Über die Tragschnäbel habe ich ein Gewicht von 262t ergoogeln können. Das liegt noch ein gutes Stück unter dem schwersten Schwertransporter, der über die Brücke fahren soll. Wie auch immer, ein schönes Modell!
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The Ghan
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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von The Ghan » 22 Aug 2010 17:49

G´day,
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Sebastian
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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von Sebastian » 22 Aug 2010 18:13

Jagut, vielleicht findet Gerd auf dem Modell eine Angabe wie schwer der Trafo ist.

Wenn man das Ding über die Straße schicken müsste, bräuchte man weniger als 90 Achsen, denn man stellt ja nur den Trafo auf die Straße (bzw in einen Schwanenhals) und nicht die Tragschnäbel gleich mit...aber ich denke dein Zahlenspiel war eher gedacht um die Achslastendifferenz zu demonstrieren, oder?
Der Wert mit 8t ist aber etwas aus der Luft gegriffen, bei einem Schwerlastmodul mit geteilten Achsen (wie es hier zum Einsatz kommen würde mit Schwanenhals) gilt auf öffentlichen Straßen laut Gesetz 12t Achslast Maximum. Wenn die Straße jedoch gut gebaut ist (z.B. Hafengelände usw), oder keine andere Lösung möglich ist, kann aber auch mehr genehmigt werden.
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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von Peter Müller » 23 Aug 2010 00:09

Trainspotters hat geschrieben:... daß Deine RP 25 Loks es nicht entgleisungsfrei nur eine einzige Runde über die Losheimer Anlage schaffen.
Dieser Thread ist sowieso völlig OT mittlerweile, deshalb möchte ich noch einmal nachfragen. Bisher habe ich die Verträglichkeit von sogenanntem "zickigem" Rollmaterial und Gleismaterial immer wie folgt abgestuft:
a) ganz am unteren Ende ist M-Gleis-Spaghetti mit 36-cm-Radien, Gegenbögen, wilden Weichenstraßen und den großen Weichenlaternen;
b) eine Stufe darüber ist M-Gleis mit etwas Überlegung bei der Gleisentwicklung und den kleinen Weichenlaternen;
c) dann kommt K- oder C-Gleis mit den 24°-Weichen, Bogenweichen und 36-cm-Radius;
d) dann kommt C-Gleis größer als 36-cm-Radius, also keine Bogenweichen, aber Abzweig über 24°-Weichen.
e) dann kommt C-Gleis größer als 36-cm-Radius und 12°-Weichen (24°-Weichen nur gerader Strang) und mit gleicher Toleranz die 2-Leiter-Gleise.

Was Pierre da sagt, würde bedeuten, dass es 2-Leiter-Gleise gibt, die nicht so tolerant wie das C-Gleis nach e) sind. Das ist mir neu. Das hätte ich gerne noch einmal im Detail erklärt, über welche Gleise kann man zum Beispiel mit RP25-Radsätzen fahren und über welche Gleise nicht? Als Beispiel muss jetzt kein überlanger Zug herhalten, sondern ein gewöhnlicher 400-Meter-Zug wie zum Beispiel der 1979er-InterCity.
Grüße, Peter


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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von Trainspotters » 23 Aug 2010 20:22

Peter, daß die Loks mit den RP 25 Radsätzen überhaupt über C-Gleis laufen, liegt wohl alleine an der Tatsache, daß die dreiachsigen Drehgestelle ein hineinfallen, des gerade in der Luft stehenden Rades, wirksam verhindert.

C-Gleis ist im Grunde auch nicht RP 25 tauglich. Das einzige H0 Zweileitergleis, daß uneingeschränkt für RP 25 Radsätze freigegeben ist und in Deutschland problemlos erhältlich ist, ist Tillig Elite mit 2,1 mm Schienenprofilen, da es ohne Spurkranzauflauf im Herzstückbereich ist. Mit 2,5 mm Schienenprofilen, ist das Gleis definitiv nicht mehr RP 25 fähig, da die Radlenker dem 2,1 mm Profil angepasst sind und vom RP 25 Radsatz überhaupt nicht erreicht wird, da der Spurkranz niedriger ist, als die Höhendifferenz zwischen Schienenkopf und Radlenker ausmacht.

Auch ist die Laufflächenbreite bei RP 25 wesentlich geringer, so daß dieser Radsatz eine sehr exakte Führung in den Weichenherzstücken braucht. Die meisten Großserienweichen arbeiten jedoch mit einem Spurkranzauflauf in den Herzstücken. Den erreicht ein RP 25 Radsatz aber nicht und fällt dadurch immer in das Herzstück hinein. Für Roco-Line gibt es RP 25 Herzstückeinsätze, dann passen aber keine NEM Radsätze mehr durch. RP 25 ist halt alles, nur nicht tolerant.

Pierre

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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von Peter Müller » 23 Aug 2010 21:17

Trainspotters hat geschrieben:Mit 2,5 mm Schienenprofilen ...
Märklin-C-Gleis hat 2.3 Millimeter, Trix-C-Gleis 2.1 Millimeter Schienenprofil. Vielleicht liegt es daran?
Grüße, Peter


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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von Trainspotters » 24 Aug 2010 11:58

Jetzt habe ich Dich wohl leider mehr verwirrt, als aufgeklärt...

Es gibt ein RP 25 Problem, daß es nur mit Tillig Gleisen gibt. Das kommt daher, daß Tillig sein Gleismaterial grundsätzlich immer mit dem gleichen Schwellenrost ausliefert. Auf diesen Schwellenrost sind auch die Radlenker angespritzt. Werden nun statt der 2,1 mm Profile, welche mit 2,5 mm Höhe eingesetzt, liegt die Oberkante des Radlenkers 0,4 mm unter der Oberkante des Schienenprofils. Der Spurkranz eines RP 25 Radsatzes ist nur 0,3 mm hoch und kann dadurch den Radlenker nicht mehr erreichen. Der Radsatz entgleist, da er keine Führung durch den Radlenker hat. Dieses Problem betrifft aber nur Tillig Gleis mit 2,5 mm Profilhöhe.

Auf der Mehrsystemstrecke haben wir es einmal mit der NEM 310 und der NEM 340 zu tun. Die beiden Normen unter einen Hut zu bringen, ist schon nur deshalb möglich, weil selbst M-Gleis noch toleranter ist, als diese Normen.

Nur mal so zum Vergleich

Spurkranzhöhe:

RP 25 Fine = 0,3 mm
NEM 310 = 0,9-1,2 mm
Märklin = 1,35 mm

Märklin C-Gleis weist alleine deshalb eine größere Profilhöhe auf, weil ein Spurkranz mit 1,35 mm Höhe, bei 2,1 mm Profilen auf dem Kleineisen herumrattert. Genau deshalb waren meine beiden Märklin Loks (212 und Altbau 152) in Losheim zur Dremelkur. Die beiden Loks liefen erst nach dem Abdrehen der Spurkränze auf Roco-Line Gleis, ohne die Schwellen zu zählen.

Damit scheidet jedes Gleis mit 2,1 mm Profilhöhe, für die Mehrsystemstrecke, aus, da kein Märklin-Radsatz dort störungsfrei drüber läuft.

So, jetzt haben wir ein Problem. Wir müssen, um mit Märklin mechanisch einigermaßen kompatibel zu werden, die NEM bis zum Maximalmaß ausreizen. Nur dann bekommen wir unser Zweileitermaterial auch sicher durch den M-Gleisbahnhof. Um mit RP 25 kompatibel zu werden, müssten wir genau den entgegengesetzten Weg beschreiten. Das wird dann eine sehr kniffelige Aufgabe und damit dann ein Fall eher für ein "Zweileiter Finescale Land." Mischbetrieb geht dann sicher nur mit Tillig Elite und 2,1 mm Schienenprofilhöhe. Ich weiß schon, warum der TB-Radsatz eine Spurkranzhöhe von 1,15-1,2 mm haben soll.

Anmerkung zum Schluß:

Die abweichenden Maße für Radsatzinnenmaß und Laufflächenbreite habe ich hier noch nicht einmal berücksichtigt. RP 25 reizt aber auch da das Maß eher in Richtung Maximalwert aus. Auch hier also genau das Gegenteil von dem, was notwendig ist, um mit der Märklin Hausnorm kompatibel zu werden.

Irgendwann kommt einer mit einer Lok in "H0 Pur 87". Wenn wir die dann auch noch über unsere Anlage schleusen wollen, dann herzlichen Glückwunsch! Für H0 Pur 87 gibt es nur Bauanleitungen für Selbstbaugleis vom Willy Kosak Verlag. Großserie wird das wohl eher nie...

Pierre

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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von Peter Müller » 24 Aug 2010 12:16

Der Ghan hat aber RP25 mit 0.65 Millimeter Spurkranzhöhe nehme ich mal an. PR25 "fine" hat es meines Wissens noch nicht bei einem Teppichbahn-Treffen gegeben. Aaron in Köln hatte auch Rollmaterial mit RP25-Rädern.

Es wird auch kein homogenes Teppichbahn-Areal geben, es wird immer Bereiche geben, wo namentlich genannte Züge nicht fahren können. Es wird auch immer Einmal-Besucher geben, die irgendwelche gängigen Radsätze eingebaut haben. Deshalb ist bei diesen Überlegungen ein einheitlicher "Teppichbahn-Radsatz" nicht zielführend.

Worauf willst Du eigentlich hinaus? Kein RP25 mehr? Wäre ich gegen.
Grüße, Peter


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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von The Ghan » 24 Aug 2010 15:07

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Re: TB 17 - Velbert II: Diskussion

Beitrag von Sebastian » 24 Aug 2010 15:30

Ach Kinners haben wir das nicht fast überall - alle müssen immer das letzte Wort haben! Wenn die Faktenlage so wie hier eindeutig ist, kann man es dann nicht einfach auf sich beruhen lassen oder auch nicht in jeder Äußerung eine verdeckte Schlechtmachung (ich glaube für Pierre dreht sich seit ein paar Beiträgen alles nur noch um Achsdimensionen und NICHT mehr um The Gahn) gewisser Leute/Materialen/Ideen vermuten/hineininterpretieren?

Ich darf hier vielleicht kurz zusammenfassen:

- RP 25 ist eben NICHT der TB Radsatz schlechthin
- Sonderzüge hat es immer gegeben und wird es immer geben (Stichwort Rekordzüge)
- Jeder muss selbst wissen was wer wie modifiziert. Missionierung unerwünscht! Sachliche Fragenbeantwortung SEHR erwünscht!
- Wer nicht modifiziert darf sein Material nicht überschätzen (ich sag mal Roco Radsätze auf M Gleis Weichen oder WS Radsätze auf 2L Gleis :shock: :shock: lange Wagen und Weichenlaternen - die Liste ist laaaang)
- Geschmäcker sind verschieden. Vielfalt belebt!

Und noch mein persönlicher Tipp: Mega-Rekordfahrten als Highlight an den Schluss der Veranstaltung legen - ich kann jetzt nicht genau sagen wann der Gahn genau gefahren ist, aber für Rekorrdzüge ist am Schluss eigentlich der ideale Punkt: Highlight, technische Hürden sind in diesem Stadium am ehesten behoben, wenn was schiefgeht steht nicht gleich der gesamte Anlagenbetrieb.
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